Große Unterschriften- und Spendenaktion zum Tschernobylgedenktag

Deine Unterschrift als Mahnung!

Um an die Katatrophe von Tschernobyl mahnend zu errinnern, die am 26. April vor 25 Jahren passierte, möchten wir eine Anzeige im Mindener Tageblatt schalten.
Wir suchen Unterstützer, die sich mit ihrer Unterschrift an der Aktion beteiligten wollen.
Damit die Anzeige finanziert werden kann, bitten wir jeden sich mit 5 Euro zu beteiligen.
So wird der Text der Anzeige lauten:

26.4.1986 26.4.2011

25 Jahre Tschernobyl-Katastrophe

Wer an der Atomenergie festhält, hat aus den Desastern von Tschernobyl und Fukushima nichts gelernt.

• Auch die modernste Technologie kann nicht allen Naturgewalten standhalten.
• Menschliches Versagen kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.
• Je länger die AKWs in Betrieb gehalten werden, desto größer wird das Risiko
• von Atomunfällen.
• Hochradioaktiver Abfall strahlt über 1 Million Jahre.
• Längere AKW-Laufzeiten bedeuten auch mehr Atommüll.
• Weltweit gibt es kein sicheres Endlager.
• Atomkraft blockiert massiv den Ausbau erneuerbarer Energien.
• Kernkraft nützt nur den Stromkonzernen und schadet den Steuerzahlern.

Wir fordern jetzt das endgültige Aus für die Atomkraft !

Wir fordern ein sofortiges grundlegendes Umsteuern in der Energiepolitik hin zu intelligenterer Energienutzung und massivem Ausbau der alternativen Energien !

In Deutschland, in Europa, weltweit !

Die Unterschriften werden unter der Anzeige veröffentlicht.

Unterschreiben und spenden kann man auf unseren Mahnwachen, oder bei den Treffens des Anti-Atom Bündnis.

Nächste Treffen

Das Anti-Atom Bündnis Minden trifft sich ab jetzt jeweils am zweiten und vierten Dienstag im Monat
Die Treffen finden jeweils um 20:00 in der Friedenswoche Minden (Friedenswoche 1a, 32423 Minden) statt!

Alle Interssierten sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen!

Die nächsten Treffen sind also:

22. März
12. April
26. April => Aktionen zum Tschernobyl-Gedenktag
10. Mai
24. Mai

Ausblick

12.3.: Anti-Atom-Menschen-Kette Baden-Würtemberg

26.4: Tschernobyl-Tag mit Gedenkaktion in Minden

25.4.: Demo am AKW Grohnde am

Bus aus Minden zur Menschenkette in Baden-Württemberg

Am 12. März wollen wir mit zehntausenden Menschen eine 45 Kilometer lange Anti-Atom-Kette vom Uralt-Reaktor Neckarwestheim I nach Stuttgart entstehen lassen. Denn zwei Wochen später, am 27. März, wird in Baden-Württemberg gewählt – eine Wahl mit bundesweiter Ausstrahlung.

Nachdem die Regierung von Ministerpräsident Mappus wie keine andere für längere AKW-Laufzeiten getrommelt hat, wird die Wahl auch zur Abstimmung über Merkels Atompolitik. Die Wahl entscheidet, ob wir den Atom-Deal über die Bundesländer aushebeln können: Eine neue Landesregierung könnte mit harten Sicherheitsauflagen den Atomkonzern EnBW zwingen, bis zu vier Reaktoren abzuschalten – und damit auch andere Bundesländer unter Zugzwang setzen. (Campact)

Wir aus Minden werden versuchen wieder einen Bus fahren zu lassen!

Abfahrt: ca 4.30 in Frotheim, Ankunft zur Menschenkette ca 12.00 (dafür mit dem Bus dicht an der Strecke). Nach der Aktion gehts zur Abschlußkundgebung nach Stuttgart und ca 17.30 wieder Abreise.

„Kosten: 35 € (verbilligt 20 €), bei Überschuss gibts auf der Fahrt Geld zurück“

Wer den weiten Weg nicht auf sich nehmen will/kann und trotzdem eine Möglichkeit sucht uns zu unterstützen, kann gerne für die Busfahrt spenden und so vielleicht ermöglichen, dass andere mitfahren können!

Kontoverbindung für den Bus:
BUND Minden-Lübbecke
Konto Nr. 832 381 600 BLZ 49060127
Volksbank Minden – Hille – Porta
Stichwort – BUS

Kontakt : fridafroehlich@t-online.de
Hotline: 05777/1061

Es wäre toll, einen Bus vollzubekommen. Dafür meldet euch bitte schnell, wenn ihr Lust habt mitzufahren!

15.01.2011: Demo und Sitzprobe am AKW Grohnde

Zahlreiche Atomkraftgegner vom Anti Atom Bündnis Minden haben Samstag gegen den geplanten MOX-Brennstofftransport aus dem britischen Sellafield zum Atomkraftwerk Grohnde demonstriert.

Vor dem Atomkraftwerk Grohnde kam es zu einer symbolischen Sitzblockade.
Das Atomkraftwerk Grohnde in Niedersachsen, an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen, ist bald das Ziel eines solchen Transports: Der Betreiber EON hat einen Transport mit Brennelementen in das Atomkraftwerk für die ersten Monaten dieses Jahres angekündigt.

MOX-Brennelemente:
· enthalten ca. 25 kg des Umweltgiftes Plutonium
· verringern die Sicherheit von Reaktoren
· strahlen nach Gebrauch doppelt stark

Die Autokennzeichen, Flaggen und Aufkleber verrieten, dass das Anti-Atom-Plenum Weserbergland starke Unterstützung aus dem Wendland und aus dem benachbarten Ostwestfalen-Lippe u.a. dem Kreis Minden – Lübbecke erhalten hatten.

Fotogalerie

„Strahlende Weihnachten wünschen ihre Atomkonzerne!“

Am Samstag kam die „EON-Energiespartour“ erneut nach Minden. Diesmal wurde der kleine Domhof verstrahlt und versucht das Image des Atomkonzerns bei den Passanten aufzubessern.
Natürlich war auch das Anti-Atom Bündnis vor Ort! Als Weihnachtsmänner verkleidet wurden „Geschenke“ verteilt. Der Clou: Die Geschenke enthielten ein kleines Atommüllfass mit der Aufschrift „strahlende Weihnachten wünschen ihre Atomkonzerne!“. Entschädigt wurde die Beschenkten jedoch durch ein Anti-Atom-bonbon und Informationen wie man zu einem echten Ökostromanbieter wechseln kann.
Für das Anti-Atom Bündnis verlief die Aktion sehr gut, während EON auf dem schlecht besuchten kleinen Domhof eher am frieren als am „greenwashen“ war.
Das Beste was man gegen Atomkraft machen kann ist es zu einem Anbieter zu wechseln, der völlig auf Atomstrom verzichtet. Das haben hoffentlich auch einige der „Beschenkten“ am Samstag in Minden erfahren.
Informationen zum Stromwechsel finden sich hier: http://www.atomausstieg-selber-machen.de/


„unser Weihnachtsgeschenk“


Da hatte EON spätestens bemerkt, was diese Weihnachtmänner im Schilde führten.

Röttgen sagt „Njet!“

Eure Zeit ist um

Was für ein Erfolg für die Anti-Atom-Bewegung! Heute Morgen hat Umweltminister Röttgen den Transport von sechs Castoren mit hochradioaktivem Atommüll aus Ahaus in den russischen Atomkomplex Majak abgesagt – nachdem er ihn in den letzten Wochen vehement verteidigt hatte. Die „schadlose Verwertung“, die das deutsche Atomgesetz vorschreibt, sei in Majak gegenwärtig nicht möglich. Seine Entscheidung sei „zunächst endgültig“. Damit hält er sich ein Hintertürchen offen, einen Transport nach Russland in einigen Jahren nochmal zu prüfen.

Entschiedener und kreativer Protest wirkt – Engagement zahlt sich aus!

Quelle Campact !!

Eure Zeit ist um : Bio T-Shirt von bildwiese.de – Flagge zeigen !

Kommt mit nach Ahaus

Wir fahren nach Ahaus

Hallo liebe Mitstreiter,
leider können wir nicht einfach nur zu Hause rumsitzen und warten, bis Weihnachten kommt (oder endlich wieder vorbei ist).
Mit einigen Leuten werden wir nach Ahaus fahren und mithelfen, daß Castorlager dort in die Zange zu nehmen.
Es ist ziemlich kurzfristig jetzt, aber nicht minder wichtig. Einen Bus haben wir nicht geordert.
Reinhard Rohlfing hat schon mal nach einer geeigneten Zugverbindung recherchiert , mit dem NRW-Ticket wäre ne Möglichkeit. Wär das machen möchte, kann sich zwecks Gruppenkarte bei mir melden. 05777-1061
Fröhliche Grüße, Frida Fröhlich vom AntiAtomBündnisMinden.

Verbindung per Zug am So, 12.12.10: Minden(Westf) nach Ahaus Bahnhof u. zurück,

Nur Nahverkehr, Dauer: 3:50
SchönerTagTicket NRW, 5 Personen / 1 Tag / 35,- Euro.

Minden(Westf) ab 08:28 1 RE 10612

Dortmund Hbf an 10:04 18

Dortmund Hbf ab 10:52 21 PEG20665

Ahaus an 12:19 2

In Ahaus 4 km Fußweg zum Brennelement-Zwischenlager

14:00 Uhr Demo – Wir nehmen das Zwischenlager in die Zange

Rückfahrt So, 12.12.10

Ahaus ab 17:40 1 PEG20678

Dortmund Hbf an 19:07 21

Dortmund Hbf ab 19:55 8 RE 10631

Minden(Westf) an 21:30 13

Per Auto oder Bus sind es ca. 170 km bei ca. 2 Stunden Fahrzeit.

Gutachten für das Umweltministerium zu Majak aufgetaucht

Minister Röttgen beruft sich drauf, auf das Gutachten der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) zur Situation in Majak. Doch auch wenn das Gutachten eine positive Empfehlung gibt und es keine Bedenken gegen den Abtransport gibt, zeigt es die drastische Lage in Russland. Wir veröffentlichen die wichtigsten Punkte des Gutachtens sowie das Gutachten selbst (Download am Ende des Artikels).

So heißt es in dem Gutachten, daß bei dem Castortransport von Ahaus nach Russland dafür zu sorgen sei, daß Leben, Gesundheit und Sachgüter vor den Gefahren der Kernenergie und der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlen zu schützen bzw dadurch entstandene Schäden auszugleichen

Doch im selben Bericht steht geschrieben, daß in Mayaki n der Zeit von 1949 bis 1956 insgesamt 76 Mio m³ radioaktiv verseuchten flüssigen Abfalls in den Fluss Tetscha abgeführt. 1955 trat der Fluss dann über seine Ufer und verseuchte die umliegenden Felder, die den Ortsansässsigen als Nahrungs- und Einahmequelle dienten.

1957 kan es zum schwersten Unfall, der sogar vertuscht werden sollte. Ein Lagertank explodierte und Radioaktivität wurde freigesetzt, infolge dessen wurden 10 % des Tankinhalts über einen Korridor von 300 km Länge und 8-9 km breite verteilt. Insgesamt wurden 23.000 km² kontaminiert.

Im Frühjahr 1967 wurden nach einem schneelosen Winter einige Uferbereiche des Sees freigelegt. Die darin enthaltenen Radionukleoide wurden vom Wind verteilt. Ein weiteres Problem sei die Radioaktivitätsverschleppung durch ansässige Tiere wie Fledermäuse und Vögel.

Insgesamt wurden bisher 25.000 km² verstrahlt und 500.000 Menschen haben erhöhte Strahlendosen erhalten. 7500 Menschen erhielten Strahlendosen zwischen 35 und 1700 MilliSievert. Zum Vergleich: Nach der Strahlenschutzverordnung beträgt die maximale Strahlendosis 20 MilliSievert/Kalenderjahr, die Berufslebensdosis beträgt 400 MilliSievert.

Bis heute wurde die Ableitung radioaktiver Stoffe nicht gestoppt, sondern nur reduziert.

Für uns bleibt die Frage: wie passen diese ganzen Fakten mit der Forderung aus dem Atomgesetz zusammen, Leben, Gesundheit und Sachgüter vor den Gefahren der Kernenergie und der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlen zu schützen bzw dadurch entstandene Schäden auszugleichen????

Eine krasse Fehleinschätzung der Gesellschaft für Reaktor und Anlagensicherheit, die da „Umwelt“Minister Röttgen vorgestellt wird.

Und als sei das nicht genug, ist auch der kriegsrechtliche Aspekt zu beachten. 1949 wurde die Wiederaufarbeitungsanlage gebaut, welche zur Gewinnung von metallischem Plutonium für die Kernwaffenherstellung vorgesehen war. Die Anlage ist bis heute in Betrieb, die Verwendung nicht bekannt.

Pikant ist auch, das in den Brennelementen weiterhin geschätzte 40 KG Uran235 enthalten sind, die mit der richtigen Anreicherung zum Bau einer Atombombe verwendet werden könnten.

Für uns alles Argumente, welche eine Gesamtabsage der Transprote erforderlich machen. Niemand kann nicht einmal gewährleisten, daß das Atomgesetz eingehalten wird. Der Weiterbetrieb des Atomkomplexes Majak muss SOFORT passieren, um eine weitere Kontaminierung der Menschen zu verhindern.

HERR RÖTTGEN:

Sagen sie den Atomexport von Ahaus nach Russland ab! Schützen sie die Menschen in Majak vor deutschem Atommüll. 40 KG waffenfähiges Uran dürfen nicht als Wertstoff behandelt werden.

Seien Sie sich der Verantwortung bewusst, die das Leben vieler Menschen betrifft! Verleugnen sie nicht die Fakten, die ihnen der Bericht liefert für ein paar Millionen für die Atomindustrie. Aus den Augen ist noch lange nicht aus dem Sinn!

Textquelle und Gutachten zum Herunterladen
www.kein-castor-nach-ahaus.de

Nur die dümmsten Kälber suchen ihren Schlachter selber

Röttgen kam, sah und blieb allein… BI Umweltschutz sieht Röttgen am Ende seines Lateins: “Nur die dümmsten Kälber suchen ihren Schlachter selber.”

“Es war nicht einfach, alle Gorleben-Gegner darauf einzuschwören, dass niemand bei der Ankunft des Bundesumweltministers demonstrierte, schließlich ist die Stimmung gegen den Atomkurs von Schwarz/Gelb in Berlin ziemlich aufgeladen”, verriet die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) nach dem Besuch des CDU-Politikers. Aber es hatte geklappt: als Norbert Röttgen – witterungsbedingt – nun doch per Bahn und Wagen die Tore des “Erkundungsbergwerks” passierte, rieselte dort nur Schnee.

Sein Dialogkonzept, das Versprechen von Transparenz kommt bei den Atomkraftgegnern auch im Nachhinein nicht an. Die BI sieht darin lediglich eine PR-Offensive, der Bundesumweltminister mache nur Reklame für seinen Kurs, in Gorleben vollendete Tatsachen zu schaffen, schließe nach wie vor eine vergleichende Untersuchung verschiedener Gesteinsformationen aus und pfeife auf eine formale Öffentlichkeitsbeteiligung……….

Unter dieser Prämisse lese sich seine Ankündigung, in die Offensive zu gehen ganz anders als in seinen leutseligen Erklärungen, er sei zum Zuhören gekommen. So hieß es in seinem ersten Rundschreiben: “In der nächsten Zeit werde ich gemeinsam mit dem Bundesamt für Strahlenschutz weitere umfassende Informationen zur Verfügung stellen. Der weitere Prozess kann nur bei maximaler Transparenz und in einem offenen Dialog mit der Bevölkerung gelingen.
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: “Röttgen will Gorleben durchsetzen, seine Entscheidung erläutern, das ist der Kern. Da kann nach 30 Jahren Täuschung niemand mehr mitspielen. Nur die dümmsten Kälber suchen ihre Schlachter selber.”

Wolfgang Ehmke


http://www.bi-luechow-dannenberg.de